Liebe Geschwister in der Kreuzkirchengemeinde,
ich schreibe diese Zeilen schon in unserer neuen Wohnung in München. Die erste Nacht liegt hinter uns. Wir versuchen das Chaos zwischen Umzugskisten zu ordnen und das neue Zuhause zu einem Zuhause werden zu lassen. Und so sitze ich nun in meinem neuen Amtszimmer. Noch ist nicht alles in den Regalen und an seinem Platz, aber der Rechner läuft, damit ich eine kurze Selbstvorstellung schreiben kann. Also, pack mas! Wo komme ich her? Was habe ich gemacht? Und warum komme ich nach Markus und Kreuz?
Ich bin gebürtiger Berliner, am Kurfürstendamm als Sprössling einer Musikerfamilie aufgewachsen. Seit zwanzig Jahren bin ich mit meiner Frau Christiane verheiratet. Unsere Söhne Johannes und Justus – Zwillinge – werden in Garmisch bleiben, wo sie inzwischen auf eigenen Füßen stehen. Mein Studium führte mich von der Kirchlichen Hochschule Berlin nach Basel und pünktlich zur Wende zurück nach Berlin – wo ich dann der erste West-Berliner Student an der Humboldt-Universität war. Das Vikariat in Berlin in Gemeinde, Männerarbeit und Bildungswerk prägten mich nachhaltig. Nach dem 2. Examen traf mich die kirchliche Realität: Zu viele Kandidaten, zu wenige Stellen. Diese Erfahrung lehrte mich, Veränderungen nicht zu scheuen und mit Zuversicht Neues anzupacken. Wer mich eine Weile kennt, wundert sich nicht mehr, dass „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ mein Lieblingslied ist. Beruflich war ich Leiter einer Männerberatungsstelle, Mitgründer einer eigenen Beratungsstelle, arbeitete bei einem christlichen Radiosender, später leitete ich eine Mediaagentur beim Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik und trat schließlich in die Unternehmensleitung eines diakonischen Komplexträgers ein. Daneben blieb ich stets Prediger an einer Berliner Innenstadtgemeinde und war seit 2015 ehrenamtlicher Geschäftsführer der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoefferhaus, wo wir auch als Familie gewohnt haben. 2019 erfüllte ich den Wunsch meiner Familie, nach Bayern zu gehen und wurde Pfarrer in Garmisch-Partenkirchen. Hier konnte ich mit einem engagierten Kirchenvorstand wichtige Weichen für die Zukunft stellen.
Nun freue ich mich auf die Menschen in Markus und Kreuz – auf viele Begegnungen und darauf, gemeinsam mit Ihnen Gemeinde zu leben und zu gestalten.
Herzlichst Pfr. Martin Dubberke