SH: Erst im alten Haus, unserer „Villa Kunterbunt“, und jetzt im neuen. Im alten war es aber auch schön: Es war toll, dass man auch auf so engem Raum gut zusammenarbeiten konnte.
Was ist am wichtigsten am Leiten?
SH: Den Überblick zu behalten. Das ist mehr als man denkt, manchmal nur Kleinigkeiten – an jeden Geburtstag der Mitarbeiter denken –, die Pädagogik im Haus im Blick behalten, und dass die Kollegen hier gut arbeiten können, das ist auch eine Leitungsaufgabe.
Stichwort Pädagogik: Was ist das Wichtigste?
SH: Dass wir jedes Kind, jede Familie sehen, das ist das Allerwichtigste für uns. Und im Gegenzug sehen die Eltern uns, wie wir sind, was wir mit den Kindern machen. Dass wir großzügig miteinander sind, das ist unsere Haltung. Bei uns wird keiner vor der Tür stehengelassen, wenn die Bringzeit vorbei ist. Denn niemand kommt zu spät, weil er unsere Arbeit nicht respektiert. Familie ist manchmal eine zähe Masse, um morgens loszukommen, das braucht manchmal noch Zeit, bis es sich einspielt. Und wenn es noch nicht die absolute Notwendigkeit gibt wie mit der Schule und man vielleicht noch einen schönen Moment morgens hatte, dann ist das doch toll.
Was machen Sie, wenn was nicht klappt?
SH: Sprechen. Wir müssen miteinander reden. Wir sind alle nicht perfekt und oft sind‘s ja Missverständnisse. Das hab ich von Renate gelernt: immer das Positive im Gegenüber zu sehen, das hat sie einfach vorgelebt.
Ganz persönlich: Wo und wie tanken Sie auf?
SH: Beim Sport, beim Wandern, in der Natur. Und mit meiner eigenen Familie.